Verkehrsaktion mit dem Josefsheim in Bigge

Bigge. Am 08.12.2022 um 16 Uhr trafen sich einige Bewohnerinnen und Bewohner des Josefsheims in Bigge zu einer Verkehrsaktion gemeinsam mit den Verkehrssicherheitsberaterinnen der Polizei Hochsauerlandkreis. Ziel der Aktion war es, für mehr gegenseitige Rücksicht zu werben. Die Örtlichkeit der Aktion war mit Bedacht ausgewählt worden. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Querungshilfe, die sich in der Stadionstraße unmittelbar vor der Schützenhalle befindet.
Dort ist auch die Zufahrt zu einer Wohngruppe des Josefsheim und zur Schule an der Ruhraue. Die Besonderheit einer Querungshilfe ist es, dass die Fahrzeuge dort, anders als beim Zebrastreifen bzw. Fußgängerüberweg, nicht halten müssen. Dennoch ist es ein Zeichen von Rücksichtnahme, wenn man jemandem, der dort erkennbar die Straße queren möchte, diese Querung ermöglicht, gerade wenn es ein Mensch mit Behinderung ist, der vielleicht auch mal etwas langsamer unterwegs ist. Das man, um gesehen zu werden, auch gut sichtbar sein muss, wurde mit den Teilnehmenden ebenfalls thematisiert. Daher trugen auch alle bereits in der Dämmerung schon reflektierende Warnwesten.
Im Vorfeld hatten die Teilnehmenden einige Wünsche formuliert und aufgeschrieben, wie sich die Autofahrer an dieser Stelle gerne verhalten sollten. Bei der Aktion selbst querten die Bewohnerinnen und Bewohner abwechselnd mehrmals die Straße an dieser Stelle. Bei jeder Fahrzeugführerin und jedem Fahrzeugführer, der anhielt, um den Fußgänger oder Rollstuhlfahrer passieren zu lassen, wurde sich bedankt. Als kleines Dankeschön wurde ein Anti-Rutsch-Pad für das sichere Aufbewahren des Mobiltelefons im Auto oder etwas Schokolade überreicht. Abgesichert wurden sie dabei durch die Polizei.
Die Reaktionen derer, die angehalten hatten, waren durchweg ähnlich. Alle freuten sich über die Aufmerksamkeit, sagten aber auch immer dabei, dass es doch selbstverständlich sei, hier anzuhalten.
Dass dies nicht der Fall ist, haben die Teilnehmenden während der knapp einstündigen Aktion mehrfach live miterlebt.
Susanne Bremer, Initiatorin dieser Aktion und Jürgen Mies, Mobilitätstrainer im Josefsheim, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freuten sich über die vielen positiven Rückmeldungen seitens der Anhaltenden. „Wir hoffen sehr, dass wir mit dieser Aktion auf die Besonderheiten dieser Stelle speziell und auf die generellen Schwierigkeiten von Menschen mit Behinderung im Straßenverkehr wieder etwas aufmerksam machen und die gegenseitige Rücksichtnahme wieder etwas mehr in den Fokus rücken konnten.“

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