Bergwanderpark plant Wanderinformationssystem

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„Die optimale Route finden“ 

 

Dem hohen Qualitätsanspruch des Gastes wolle man so noch besser gerecht werden. Das versprach Prof. Dr. Ralf Roth, Leiter des Instituts für Natursport und Ökologie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Zusammen mit Dr. Achim Schmidt (Foto li.), ebenfalls Sporthochschule Köln, und Karl Metten von der Olsberg Touristik und Stadtmarketing stellte er am 16. Januar im Olsberger Haus des Gastes das Wanderinformationssystem (WIS) vor, das bis zu Beginn des neuen Jahres betriebsfertig sein soll.

Das neue System wird initiiert vom Bergwanderpark Sauerland e.V., der Ende 2006 von den Touristik-Vertretern der Gemeinden Medebach, Winterberg, Olsberg, Brilon und Willingen in Kooperation mit SGV und HWGHV (Hessisch-Waldeckischer Gebirgs- und Heimatverein e.V.) gegründet wurde.

Um dem Wander-Gast die nach seinen Wünschen ausgerichtete Wanderroute noch besser bestimmen zu können, sollen die 2.300 km Teilstreckennetz zunächst in den Sommermonaten von einem Team aus 5 bis 8 Leuten per Mountainbike genauestens vermessen und auch fotografisch dokumentiert werden. Erfasst werden dabei ausschließlich die nach einem einheitlichen System markierten und beschilderten Wege. Hier muss mancherorts – wie auch in Olsberg – der bisherige Schilderwald noch nachgerüstet werden.

Entstehen wird eine umfangreiche Datenbank, auf die einerseits von den Tourismusanbietern der fünf Gemeinden, aber auch über einen entsprechenden Zugang von Privatnutzern zugegriffen werden kann. Dieses soll einfach und barrierefrei passieren („In drei Klicks zur Route“).

Wünsche des Gastes bezüglich Weglänge, gastronomische Angebote, Sehenswürdigkeiten oder sogar persönliche gesundheitliche Parameter sollen dann vom Programm ausgewertet und zu einer entsprechenden Route ausgearbeitet werden. Der Gast kann daraufhin einen Kartenausdruck mit eingearbeiteten Fotos oder auch eine Datei für sein GPS-Gerät bekommen. Die klassische Wanderkarte bleibe allerdings nach wie vor erhalten.

Zwar gebe es bereits einige ähnliche Datenbanken in anderen deutschen Urlaubsregionen – auch im Bereich Wintersport -, wie Dr. Achim Schmidt erklärte, doch seien diese alle nicht so detailliert ausgearbeitet wie es das WIS sein werde. Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung ist allerdings die Pflege des Systems. Das betonte auch Karl Metten (Foto unten mi.), der sich vor allem vom Alleinstellungsmerkmal für den Bergwanderpark überzeugt zeigte. Einen ersten „Prototyp“ des WIS will man Ende August vorstellen.

Und die Finanzierung? Die Kosten von 100.000 Euro bringen die fünf Gemeinden auf, die außerdem schon die Zusage des Landes über einen Zuschuss von 30% haben. Allerdings, so Winterbergs Tourismus-Chef Michael Beckmann, werde man noch ein System zur Refinanzierung entwickeln müssen.

Informationen und auch den späteren Zugang zum Wanderinformationssystem (WIS) erhält man über www.bergwanderpark.de, die Internetseiten der fünf Gemeinden sowie direkt bei den Tourismusbüros.

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