Coronavirus: Was ist an Ostern 2020 erlaubt, was ist verboten?

Hochsauerland. Was ist in Zeiten des Coronavirus eigentlich gesetzlich geboten oder verboten? Bund und Land haben in den letzten beiden Wochen eine ganze Reihe von Gesetzen und Verordnungen erlassen, die das öffentliche Leben regeln. Gerade im Hinblick auf die bevorstehenden Osterfeiertage hat der Krisenstab des Hochsauerlandkreises das Wichtigste einmal zusammengefasst. 
Eine Vielzahl von Geschäften im HSK ist derzeit wegen des Coronavirus* geschlossen. Ausgenommen sind aber die Geschäfte für die Grundversorgung. Eine Verknappung bestimmter Produkte ist aus Sicht des Krisenstabes auch nicht zu befürchten: "Die zwischenzeitliche leeren Nudel- und Toilettenpapierregale hatten ihre Ursache nicht darin, dass in Deutschland nicht mehr genug Nudeln oder Toilettenpapier vorhanden gewesen wären, sondern darin, dass die Speditionen aufgrund von Hamsterkäufen mit der Nachlieferung nicht mehr nachkamen." 
Die Schließung von Läden der Grundversorgung oder die Rationierung bestimmter Produkte seien deshalb nicht zu befürchten. "Es besteht also auch kein Grund für Hamsterkäufe", so der Krisenstab. 
Coronavirus im HSK: Ansteckungsgefahr auf Wochenmärkten niedriger
Von Gesetzes wegen sind die Einzelhändler gehalten, den größtmöglichen Schutz der Kunden sicher zu stellen. Deshalb gelten in vielen Geschäften für das Einkaufen besondere Regeln, zum Beispiel dass jeder Kunde - egal, wie viele Artikel er kaufen möchte - einen Einkaufswagen benutzen muss. Diese und andere Vorsichtsmaßnahmen sollen helfen, Abstand zu halten und eine zu große Anzahl von Kunden auf zu engem Raum zu verhindern. Auch wenn das hin und wieder lästig ist, bittet der Krisenstab des HSK darum, solchen Bitten Folge zu leisten. 
Was den bevorstehenden Einkauf für das kommende Osterwochenende angeht, noch eine weitere Bitte: "Kaufen Sie, soweit möglich, frühzeitig ein, damit die Geschäfte am Karsamstag nicht zu voll werden. Nutzen Sie für Ihren Einkauf auch die Wochenmärkte, die vielerorts am Samstag stattfinden. Unter freiem Himmel ist das Ansteckungsrisiko geringer als in den geschlossenen Räumen der Supermärkte."
Anders als in anderen Bundesländern ist der Besuch unter Freunden und Verwandten wegen des Coronavirus in NRW nicht eingeschränkt und weiterhin erlaubt. Das Land setzt hier auf die Eigenverantwortlichkeit der Menschen in Nordrhein-Westfalen. "Das Osterkaffeetrinken mit der Familie und das Grillen mit Freunden im eigenen Garten sind also weiterhin grundsätzlich erlaubt", erklärt der Krisenstab des HSK. Man solle aber im eigenen Interesse und im Interesse der Gäste überlegen, wen und wie viele Personen man einlädt. Gerade ältere und kranke Menschen sind bei einer Infektion besonders gefährdet. "Halten Sie die Personenanzahl bitte so gering wie möglich", so der Appell. 
Wichtig: Geschützt sind solche Treffen im privaten Bereich, in der Öffentlichkeit sind sie derzeit nicht erlaubt. Auf ein Picknick auf der grünen Wiese und oder Grillen im Stadtpark sollte man also verzichten. Denn nur auf dem eigenen Grundstück habe man die Kontrolle darüber, wer einem nahe kommt. Und: Auch das Grillen und Kaffeetrinken im eigenen Garten hat seine Grenzen - dann nämlich, wenn es eindeutig den Charakter einer öffentlichen Veranstaltung annimmt. Dann sind die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden gehalten, einzuschreiten. Auch hier gilt also: "Denken Sie an sich und Ihre Familie! So schön eine große Party einmal wieder wäre, holen Sie sie lieber im Sommer nach, als jetzt unnötig jemanden zu gefährden."
In vielen Familien hat er Tradition: der Osterspaziergang. Gerade an dem langen Wochenende und gerade jetzt, wo man schon viel Zeit zu Hause verbracht haben, tut ein Spaziergang durch die Sauerländer Wälder auch besonders gut. Anders als in anderen Bundesländern gibt es in Nordrhein-Westfalen keine Ausgangssperre wegen des Coronavirus. Der Osterspaziergang muss also auch in Zeiten von Corona nicht ausfallen. 
"Natürlich dürfen Sie sich auch unterhalten, wenn Sie unterwegs Verwandte, Freunde und Bekannte treffen. Aber bitte halten Sie Abstand! Wenn Ihnen andere Spaziergänger begegnen, gehen Sie sich so gut wie möglich aus dem Weg. Wenn Sie sich mit anderen Menschen, mit denen Sie nicht zusammen wohnen, unterhalten, bleiben Sie soweit wie möglich voneinander entfernt stehen und halten Sie sich nicht zu lange auf", appelliert der Krisenstab des HSK.
Ältere und kranke Menschen sind Hochrisikogruppen bei einer Infektion mit dem Coronavirus. Besuche in Seniorenheimen, Krankenhäusern und Einrichtungen für Behinderte sind deshalb im Augenblick grundsätzlich untersagt. "Rufen Sie lieber einmal mehr an, und vielleicht freut sich der ein oder andere ja auch über ein kleines Osterpäckchen, das diesmal der Postbote bringt", bringt der Krisenstab des HSK eine Alternative ins Spiel. 
Trotz der derzeitigen Einschränkungen wegen des Coronavirus wünscht der Krisenstab des Hochsauerlandkreises allen Sauerländern und Sauerländerinnen ein frohes Osterfest: "Machen Sie das Beste aus der derzeitigen Situation."

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