Olsbergerinnen nähen ehrenamtlich in Handarbeit Atemschutzmasken

Händeringend warten Krankenhäuser, Arztpraxen aber auch Pflegedienste und Ehrenamtliche im Kampf gegen das Coronavirus auf Atemschutzmasken. Grund genug für eine Olsbergerin nun selbst tätig zu werden und privat solche Masken zu nähen. Weitere fleißige Hände beteiligen sich bereits.
„Im Kampf gegen Corona: Atemschutzmasken selber nähen” – dieser Artikel über Nicole Bicher aus Bamenohl in der Lennestädter Ausgabe des SauerlandKurier weckte jetzt das Interesse von Stefanie Brüschke, Inhaberin des mikado Kreativ- und Bastellädchens in Olsberg. Der Kontakt war schnell geknüpft, die Details besprochen frei nach dem Motto „Näh‘ was Du kannst” wurde losgelegt. 
Plötzlich ging alles ganz schnell: Nach einem Facebook-Aufruf meldeten sich die ersten Olsbergerinnen. Die eine hatte Stoffreste, die nächste würde gerne auskochen, zuschneiden und bügeln, wieder andere wollten gerne mitnähen. Und so entstand nach und nach eine Whatsapp-Gruppe, in der sich mittlerweile zwölf hilfsbereite Olsbergerinnen – und das generationsübergreifend von 10 bis 68 Jahren – tummeln.
Die waschbaren Atemschutzmasken werden aus Baumwollstoffen (100 Prozent) hergestellt, hier eignen sich Reststücke ebenso wie noch in den Schränken schlummernde Tischdecken oder Betttücher. Im Vorfeld wird der Stoff nur einmal ausgekocht, viel mehr braucht es nicht für das kleine Stoffstück, um eine Atemschutzmaske zu werden.
Wer mithelfen will, kann sich melden
Durch den Kreativladen hat Stefanie Brüschke natürlich viele Stoffe vorrätig, Pfeiffenputzer und Aludraht zum Anpassen an die kleinen und großen Nasen der Benutzer und Bänder zum Binden der Masken wurden in großen Mengen noch zusätzlich geordert, da der Bedarf weiter steigen wird. Klar ist aber auch, dass die selbstgenähten Masken nur einen Behelf darstellen und kein medizinisches Produkt sind beziehungsweise denselben Schutz bieten.
Die Masken werden ehrenamtlich komplett in Handarbeit erstellt, da kann die Naht vielleicht auch mal einen kleinen Bogen machen. „Wenn alles überstanden ist, dann feiere ich erst einmal mit meinen fleißigen Nähbienen, das steht definitiv fest“ so Stefanie Brüschke. „Das so viele spontan mithelfen, damit habe ich gar nicht gerechnet. Umso schöner, das der Ort so zusammenhält und es so viele tolle Ideen gibt.”
Wer Stoffreste zuhause hat oder selber mitnähen möchte, der kann sich gerne mit Stefanie Brüschke unter Tel. 02962-8807181 absprechen. Auch diejenigen, die Masken benötigen, können diese gegen einen kleinen Spendenbeitrag für das Material hier anfragen. Alle Nähbienen stellen ihre Arbeitszeit selbstverständlich für den guten Zweck zur Verfügung. Weitere Infos gibt es hier: https://www.facebook.com/mikado.kreativ.und.bastellaedchen/

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Zwei der fleißigen Nähbienchen: Marie von den „Mikado Nähkids” zusammen mit ihrem Bruder Hans.
Foto: Privat

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