Elleringhauser Dorfverein sieht Chance in einer Ehrenamtskneipe

Elleringhausen . Der Elleringhauser Dorfverein hat die örtliche Dofkneipen-Umfrage ausgewertet. Dorfmarketingsprecher Jörg Stralka berichtete, dass von den rund 1100 Bewohnern fast jeder Fünfte mitgemacht hat.
Da sich rund 900 Bewohner nicht aktiv positiv an der Umfrage beteiligt haben und nahezu kein Bedarf für einen Kneipenbesuch „in der Woche abends“ angekreuzt wurde, kommt er zu dem eindeutigen Ergebnis: „Von diesen Besucherzahlen aus dem Ort kann eine klassische Dorfkneipe wirtschaftlich nicht existieren.“ 
Allerdings sahen alle Vorstandsmitglieder einen Bedarf und die Chance zur Umsetzung einer Ehrenamts-Dorfkneipe. „Über 180 Dorfbewohner sagen aktiv, dass wir in Elleringhausen eine Dorfkneipe brauchen“, so die Vorsitzende Karola Busch. „Wir haben zudem 95 konkrete Unterstützungs-Zusagen erhalten – darauf können wir aufbauen.“ 75 Bewohner würden eine Dorfkneipe ehrenamtlich als Wirt unterstützen, davon 17 bis zu einmal im Monat und 47 bis zu einmal im Quartal. Außerdem wurden 36 Mitgliedschaften im Dorfverein und 29 Geldspenden zugesagt. Da sich 27 Dorfbewohner bereit erklären, in einem Arbeitskreis Dorfkneipe mitzumachen, aber eine solche Gruppengröße nicht arbeitsfähig wäre, wird der Vorstand in den nächsten Wochen aktiv mögliche AK-Mitglieder ansprechen und ergänzend um punktuelle fachliche Beratungen bitten. Als Arbeitskreissprecherin fungiert ab sofort Laura Balkenhol. Der Arbeitskreis soll die Umsetzungsphase und den zukünftigen Betrieb dauerhaft organisieren. 
Ziel ist der Beginn einer Testphase möglichst ab Sommer. „In Absprache mit der Eigentümerin als Vermieterin öffnet die Ehrenamts-Dorfkneipe dann freitagabends in der Gaststube vom Landgasthof Körner“, so Laura Balkenhol. Die Mehrzahl der Befürworter haben sich für ein Kneipenangebot am Freitagabend ausgesprochen. Weitere Öffnungszeiten sind zumindest im Anlaufjahr nicht beabsichtigt. Im Einzelfall sollen Sondertermine stattfinden. „Die Zahlen belegen, dass eine Dorf-Kneipe zur Kommunikation wichtig ist“, so Ortsvorsteher Karl-Josef Busch. „Jung und Alt brauchen diesen Treffpunkt“. 
Dem Vereinsvorstand um Karola Busch ist bewusst, dass der Klärungs- und Organisationsbedarf enorm ist und noch viele Hürden genommen werden müssen. Kassenführer David Fischer: „Im Gegensatz zu anderen Ehrenamtskneipen müssen nicht erst noch kosten- und arbeitsintensiv Räumlichkeiten geschaffen werden. Wir können notfalls jederzeit die Reißleine ziehen.“ 
„Damit die Testphase positiv verläuft und es weitergeht, ist eine vielfältige Unterstützung erforderlich – auch von denjenigen, die sich nicht an der Umfrage beteiligt haben. Von dieser Unterstützung gehen wir positiv denkend aus“, so Dorfmarketingsprecher Stralka. „Die Dorfkneipe könnte ein wichtiges strategisches Zukunft-Projekt für eine positive Dorfentwicklung sein und den sozialen Zusammenhalt weiter stärken.“ 
Sofern ein kostendeckender Betrieb möglich ist und solange die Resonanz positiv ist, möchte der Dorfvereinsvorstand diesen „Kommunikationsort“ anbieten. Sollte die Kneipen-Fortführung wider Erwarten nicht wirtschaftlich tragbar sein, erfolgt die Projekt-Einstellung. Sollten statt der angestrebten „Schwarzen Null“ Gewinne erwirtschaftet werden, so werden diese zum Erhalt der örtlichen Infrastruktur genutzt. Die Umfrageergebnisse werden auch auf der Elleringhauser Homepage veröffentlicht (www.elleringhausen.net).

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