Präsentation der 40. Internationalen Hansetage

Von Freitag, den 25. Oktober, bis einschließlich Sonntag, den 27. Oktober 2019, hielten sich das Präsidium der Hanse und die Mitglieder der Hansekommission in Brilon, der Stadt der 40. internationalen Hansetage vom 4. bis zum 7. Juni 2020, auf. Der Grund hierfür war die jährliche Herbsttagung des Hanse Präsidiums mit der Kommission, die auch dazu dient, die Vorbereitungen für die nächsten Hansetage mit dem Veranstalter gemeinsam zu begutachten.
Hierzu tagten das Präsidium und weitere Mitglieder der Hanse, insgesamt mehr als 60 Personen, am 26. Oktober im Bürgersaal des Kolpinghauses.
Präsentation der 40. Internationalen Hansetage, „Hanse. Heimat. Handgemacht“
Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, seit den Hansetagen von Pskov/Russland in diesem Jahr ebenfalls Mitglied des Präsidiums der Hanse, präsentierte mit Ute Hachmann als Projektleiterin und Michael Kahrig als Hansebeauftragter/Delegationsmanagement und weiteren Helferinnen und Helfern der Hansekommission das Konzept, nach derzeitigem Stand, für die 40. Internationalen Hansetage in Brilon, die unter dem Motto „Hanse. Heimat. Handgemacht“ stehen. Bestandteil der Präsentation war auch eine Sonderausgabe von „Heimatliebe“ im Vorfeld der 40. Internationalen Hansetage. Diese Ausgabe wird an alle Hansestädte verschickt. Sie ist in deutscher Sprache abgefasst und wird nicht übersetzt, da die Sprache der Hanse Deutsch ist. Laut Ute Hachmann sprechen fast alle Verantwortlichen der Hanse in den unterschiedlichen Städten und Ländern deutsch oder verfügen über entsprechende Dolmetscher.
Europa zu Gast in Westfalen
Der Briloner Bürgermeister stellte besonders heraus, dass die kommenden Hansetage nicht Brilon allein betreffen, sondern unter dem Aspekt einer Kulturveranstaltung des jährlichen Netzwerktreffens einer der größten freiwilligen Städtegemeinschaften der Welt, des Internationalen Hansebundes von La Rochelle (Frankreich) über Brügge (Belgien), Hamburg, Lübeck, Visby (Schweden), Riga (Lettland) bis Welikij Nowgorod (Russland) durchgeführt werden. Dieses ist ein Großprojekt, bei dem Vertreter und Vertreterinnen aus 16 Ländern für vier Tage zu Gast in der Stadt des Waldes sein werden. Darüber hinaus werden sich 120 Städte aus 16 Ländern mit einem Stand präsentieren und am Delegiertenprogramm, Kulturveranstaltungen und am Jugendaustausch teilnehmen. Aus den Hansestädten selbst erwartet Brilon 1.500 bis 2.000 Gäste, die über vier Tage an den Hanseständen anwesend sein werden. Der Wirtschaftskongress wird ca. 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit ca. 100.000 bis 120.000 Gästen über die vier Tage. Eines der Ziele ist es, dass sich Brilon, das Sauerland und Westfalen der europäischen Gemeinschaft präsentieren.
Das Programm für die vier Tage im Juni 2020 steht als vorläufiges Programm. Es sieht Musik, Bühnenkunst, Marktreiben, Ausstellungen und weitere Formate für Bürgerbegegnungen vor. Eröffnet werden die Hansetage am Donnerstag, den 4. Juni 2020, um 13 Uhr mit der YouthHansa. Sie ist die Jugendorganisation des Internationalen Städtebundes „Die Hanse“. Zu den Hansetagen treffen sich etwa 80 bis 100 Jugendliche aus den 16 Hanseländern zum Kennenlernen, sich Austauschen und um länderübergreifende Projekte zu entwickeln. Nach jetzigem Stand werden 100 Jugendliche zwischen 15 und 26 Jahren aus nordeuropäischen Hanseländern teilnehmen. Neun Brilonerinnen und Briloner, zwischen 14 und 23 Jahren alt, engagieren sich seit Ende 2016 in der YouthHansa-Bewegung. Angelehnt an das Motto der 40. Hansetage hat die YouthHansa ein „Hands on“ Projekt entwickelt, welches an drei Tagen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, wie z. B. Gesellschaft (Thema Heimat), Soziales Projekt und Klimaschutz (Bäume pflanzen) durchgeführt wird.
Europa ist während der vier Hansetage in Brilon vor allem im Bereich Hansemarkt von der Strackestraße über die Derkerer Mauer hin zur Derkerer Straße und über den Markt zum Steinweg zu erleben. Einen größeren und umfassenderen Einblick in das Leben und Treiben unserer nächsten und ferneren Nachbarn in Europa ist andernorts kaum möglich. Vielleicht passt der abgedroschene Jahrmarktsruf „Kommen, Sehen, Staunen“ hier besonders, denn an drei Tagen können sich die Besucher auf dieser Route ohne Hast und in Ruhe über die Hansestädte der verschiedenen Länder informieren.
Dabei sein ist das eine, MITMACHEN das andere
Am Freitag, Samstag und Sonntag während der Hansetage finden Veranstaltungen der „HANSEartWORKS“ statt. Was ist das? Anlässlich der Internationalen Hansetage in Brilon soll eine Kunstausstellung entstehen. Und wie? Fotografien und Filme zum Thema „Leute – Orte – Träume“ machen. Fragen dadurch beantworten zu: Was zeichnet meine Heimat aus? Welche Orte machen mich strak? Wovon träume ich? Das sind die hochaktuellen Fragen für die geplante Kunstausstellung. Alle Künstler, die fotografisch oder filmisch arbeiten, sind bis zum 15. Dezember eingeladen, sich mit einem Beitrag zum Thema HANSEartWORKS zu bewerben.
Große Ehre für Brilon
Im Nachgang zur der Kommissionssitzung stellte der Präsident Jan Lindenau fest, dass Brilon viele Vorteile hat, da der Hansetag in kompakter räumlicher Form durchgeführt werden kann. Hierdurch können die Bürgerinnen und Bürger die Hansestädte kennen lernen. Er konnte aus der Sitzung vermelden, dass alle anwesenden Städte mit dem derzeitigen Stand der Vorbereitungen sehr zufrieden sind. Die schwedische Vertreterin Inger Harlevi war vor allem sehr zufrieden mit der Sicherheit, die die Vorbereiter bei ihren Darlegungen an den Tag legten. „Es war keinerlei Ängstlichkeit oder Unsicherheit zu bemerken“ so Inger Harlevi. Bort Koelewijn aus Kampen/NL bestätigte die Aussagen von Inger Harlevi und ergänzte sie dahingehend dass er die spürbare Begeisterung der Vorbereiter wahrgenommen habe. Das ist für ihn ein Beweis dafür, dass die Hanse eine Familie ist. Olga Popova aus Welikij Nowgorod/Russland war sehr beeindruckt von der Führung durch Dr. Bartsch, in der „seine Liebe zu seiner Stadt“ durch ihn vermittelt wurde. Aufgrund der Busfahrt durch und um Brilon und der Präsentation ist sie sich sicher, dass die kommenden Hansetage sehr gut werden – allein schon durch die ausgestrahlte Professionalität der Vorbereiterinnen und Vorbereiter. Besonders beeindruckt war Olga Popova jedoch von der Aufmerksamkeit die seitens der Veranstalter für die YouthHansa aufgewandt wurde.
Aus der Kommissionssitzung konnte Ute Hachmann berichten, dass sehr viele Teilnehmer die Erwartung von einer sehr großartigen Hanse ausdrückten. Das führte zu dem Ausspruch des Briloner Bürgermeisters, der die Hauptüberschrift hergab.
Zum Abschluss konnte der Präsident der Hanse noch eine besonders erfreuliche Nachricht für Brilon mitteilen. Das Präsidium hat am 25. Oktober beschlossen, für die 40. Internationalen Hansetage in Brilon eine „Briloner Erklärung“ vorzubereiten und inhaltliche Positionierung für die Zukunft der Hanse abzugeben. Dr. Christof Bartsch bedankte sich für diesen Beschluss und bezeichnete ihn als Ehre für die Stadt Brilon.
Und wie steht es mit der Finanzierung? Städte die die Hansetage durchführen, erhalten durch „Die Hanse“ keinerlei finanzielle Mittel. Die Finanzierung liegt allein bei ihnen. Bereits 2015 wurde in Brilon der „Verein zur Förderung der Hansetage 2020“ gegründet, um die Stadt bei der Finanzierung zu entlasten. Bisher haben sich 18 nahmhafte Sponsoren und Förderer dem Verein angeschlossen. Als Medienpartner sind der WDR und die Funke Mediengruppe mit dabei. Weitere Förderer und Sponsoren sind willkommen.
Die Schirmherrschaft über die 40. Internationalen Hansetage in Brilon hat der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.

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