Olsberg im Kinderbibeltagefieber 2019

KIBITA 4 thumbStrahlende Kinderaugen, die sich teilweise schon sehr lange auf diese Tage in den Herbstferien gefreut haben, ein engagiertes Team von Jugendlichen und Erwachsenen, die viel Zeit, Energie und Kreativität in die Vorbereitung gesteckt haben, ein Pfarrer, der sein Saxophon auf Hochglanz poliert und warm spielt.
In diesem Jahr stand die Fragestellung, warum so viele Menschen ihre Heimat verlassen, im Zentrum der Kinderbibeltage der Evangelischen Auferstehungskirchengemeinde Olsberg-Bestwig. Bewegend entführte das Schauspielteam die Kinder in den Orient zur Zeit des Alten Testaments und stellten dar, wie Noomi wegen der Dürre und Hungersnot mit ihrer Familie ihre Heimat in Israel verlassen musste. Im fruchtbaren Moab konnten sie sich in vielen Jahren Arbeit eine neue Existenz aufbauen, die beiden Söhne der Familie heirateten Moabiterinnen. Jedoch schlug das Schicksal die Familie erneut hart, nacheinander starben der Ehemann und dann beide Söhne der Noomi. Verzweifelt und einsam blieb Noomi zurück und beschloss, sich erneut auf den Weg zu machen und in ihre alte Heimat Bethlehem zurückzukehren. Ihre Schwiegertochter Ruth lässt sie nicht allein und begleitet sie. Freundlich werden sie in Israel aufgenommen. Ruth, jetzt selbst ein Fremde, arbeitet für den Lebensunterhalt der beiden Frauen und heiratet schließlich den Feldbesitzer Boas, so dass am Ende wieder das Glück in die Familie einzieht.
Beim Singen des Kibitaliedes, in Gesprächen und in vielen kreativen Aktionen beschäftigten sich die 45 Kinder an den drei Vormittagen mit den Themen Flucht, Heimat, Fremdsein und Aufgenommen werden. Es wurde deutlich, dass die Kinder viele Berührungspunkte mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen haben und selbstverständlich und offen auf die „Anderen“ zugehen.
Auch den Erwachsenen wurde am Elternabend und im fröhlichen Abschlussgottesdienst deutlich, die Ruth – Geschichte hat uns heute noch viel zu sagen. Sie zeigt, dass es Migration schon immer gegeben hat, sie eine Bereicherung darstellt, dass sie in der Bibel selbstverständlich war, dass Menschen anderswo eine neue Heimat finden können und dass auch König David Migrationshintergrund hatte.
Am Ende waren sich alle einig: Kinderbibeltage sind ein Highlight in der evangelischen Auferstehungskirchengemeinde, auch immer wieder ein tolles ökumenisches Projekt. Es waren intensive Tage, die sehr viel Spaß gebracht haben. Die Begeisterung der Kinder steckt an, hier wird ganz greifbar, dass sich die Arbeit Früchte trägt. So mancher zählt schon die Tage bis zum nächsten Mal.
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Die Kibitagemeinde verfolgt gespannt dem Schauspiel.
Bild oben: Großgrundbesitzer Boas erzählt, dass er sich in Ruth verliebt hat

Fotos: AW

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