Buen Camino – Pilger auf dem Jakobsweg 2019

Wegstein Mus2 thumbAm Ostermontag, 22.04.2019, starteten 34 „Pilger“ am frühen Morgen ab Olsberg per Bus, in Richtung Camino de Santiago. Alle Teilnehmer waren frohen Mutes, was sie erwartet. Bei sonnigen und warmen Wetter ging die Reise am ersten Tag bis zur Unterkunft südlich von Paris (ca. 700km). Am nächsten Tag ging die Fahrt nach Pamplona (ca. 800km), wo am späten Abend, bei etwas regnerischen Wetter noch eine interessante Stadtführung anstand.
Am Mittwoch führte die Reise durch die Pyrenäen, nach Kloster von Roncesvalles, wo der der Spanische Teil des Jakobsweges beginnt. Der Weg von dort bis zum Ziel ist 790km lang. Am Abend erreichten wir unser erstes Standorthotel in Lugo (700km).
Am Donnerstag stand der erste „Pilger-Wandertag“ von  Sarria nach Portomarín an. Der Einstieg in die nächsten sechs Pilger-Wandertage begannen morgens mit einer kurzen „Meditation – Gedanken zum Tag“ von Ursula Balkenhol. Das „Abenteuer“ begann bei 3 Grad mit viel Regen, Hagel und starken Wind. Die Gruppe ließ sich aber nicht entmutigen und alle „zogen an einem Strang“ um den Weg gemeinsam zu laufen. Am Abschluss des Wandertages erwartete uns noch ein steiler Abstieg durch einen engen Hohlweg. Mit gegenseitiger Hilfe wurde dies gemeistert und es erwartete uns danach eine interessante kleine Wallfahrtskirche.
Der nächste Wandertag von Portomarín nach Palas de Rei begann auch wieder mit Regen, aber ab Mittag klarte das Wetter auf und die ersten Sonnenstrahlen sorgten für die ersten lächelnden Gesichter. Unterwegs besuchten wir eine alte Pilgerstätte aus dem Mittelalter und viele Wegekreuze säumten den Pilgerweg.
Der Wandertag am Samstag von Palas de Rei nach Ribadiso führte durch das grüne Hügelland Galiciens und duftenden Eukalyptusbäumen. Am Abend haben wir unser Zielhotel in Camino de Santiago bezogen.
Die Strecken der drei Tage waren durchschnittlich 25 km lang.
Zur leichten Erholung führte uns der Wandertag am Sonntag von Ribadiso nach Salceda über ca. 15PK Strecke Jakobsweg2 km. Bei dem Kilometerstein 35 treffen sich der Pilgerweg Camino de Norte und der Camino Francès. Unterwegs trafen wir eine lustige junge portugiesische Pilgergruppe, welche uns eine längere Strecke mit    ihrem    Gesang begleitete. Am Nachmittag besuchten wir auf der Anhöhe des Monte de Gozo die Bronze-Pilger-Skulpturengruppe. Zum ersten Mal sind jetzt die Türme der Jakobus-Kathedrale von Camino de Santiago zu sehen.
Der folgende Wandertag am Montag von Salceda nach Monte del Gozo war sehr anspruchsvoll und die längste Strecke mit fast 27 km.
Der letzte Wandertag am Dienstag war nur noch 5 km lang und führte uns an unser Ziel – Die Kathedrale von Camino de Santiago. Durch die Altstadt von Camino de Santiago erreichten wir die Kathedrale. Am Ziel waren alle erleichtert die Wanderung auf dem Pilgerweg über 125 km geschafft zu haben und ALLE „lagen sich in den Armen“.
HlJakob2Durch die Umbaumaßnahmen an der Kathedrale fand die Pilgermesse in der Kirche S. Francisco statt. Die Kathedrale konnte aber besichtigt werden und jeder umarmte die Büste vom Hl. Jakob und besuchte in der Krypta den Sarg. Pünktlich zur Pilgermesse um 12 Uhr zog die Pilgergruppe mit einem Kirchenlied in die S. Francisco Kirche ein. Nach der Messe führte uns eine interessante Stadtführung zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Camino de Santiago. Danach blieb noch Zeit um sich individuell umzuschauen. Am Abend wurde den Pilgern bei einem „Galadinner“ die Urkunde „Compostella“ und der Pilgerpass mit vielen interessanten Stempeln von unterwegs überreicht.
An den Wandertagen wurde Mittags ein kurzer Imbiss gereicht und durchschnittlich 350 Höhenmeter gelaufen.
Am nächsten Tag, Mittwoch, hieß es Abschied von Camino de Santiago zu nehmen. Die Fahrt führte am Atlantik entlang und das Ziel hieß San Sebastian. Man nahm die Möglichkeit war, am Spätabend den Strand in der Stadt und die Altstadt zu besuchen.
Am Donnerstag führte uns die Fahrt bis nach Orleans und am Freitagabend wurde wieder die Heimat in Olsberg erreicht.
Ein herzlicher Dank geht an unsere Reiseleitung von Ingobert und Ursula Balkenhol (SGV) für die hervorragende Ausarbeitung der Reise- und Wanderstrecken und das immer offene Ohr für uns Pilger. Ein Dank geht auch an unseren Busfahrer Ralf (BTS) für seine umsichtige Fahrweise und die gute Verpflegung unterwegs.

Das Resümee lautet:
Jeder hat sich individuell auf den Pilgerwanderweg vorbereitet und begeben, aber wir sind als Einheit einer Pilgergruppe zurück gekommen, wo jeder für jeden einstand.
Buen Camino – Peregrino!!

PilgergrBr2
Die Pilgergruppe 2019
Fotos: Ursula Balkenhol / RK
(oben: Wegestein mit dem Symbol des Jakobsweges (Die Muschel),
 Mitte: Karte mit Beginn in den Pyrenäen, Hl. Jakob)


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