4. Gesundheitstag der Stadtverwaltung Olsberg

Im stressigen Alltag die eigenen Bedürfnisse nicht außer Acht zu lassen – das fällt vielen Menschen schwer. Die Folge: Die Gefahr eines Burnouts steigt. Wie man dem vor-beugen kann, erläuterte eine Psychologin jetzt beim vierten Gesundheitstag der Stadt Olsberg im Rathaus.
Die Stadtverwaltung gibt seit einigen Jahren ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Unterstützung und Impulse in Sachen Gesundheit. Im Anschluss an die Personalversammlung sprach diesmal die Diplom-Psychologin Andrea Heine aus Bochum über „Achtsamkeit und Burnout Prävention“. Unter dem Burnout-Syndrom werde ein emotionaler, geistiger und körperlicher „Erschöpfungszustand nach einem vorangegangenen Prozess hoher Arbeitsbelastung, Stress und/oder Selbstüberforderung“ verstanden. Typische Frühwarnsymptome seien unter anderem innere Unruhe, Nicht-Abschalten-Können, frühe körperliche Symptome (zum Beispiel Verdauung, Kreislauf, Verspannungen), ein Gefühl der Leere und der chronischen Zeitnot, erhöhte Reizbarkeit oder Konzentrationsstörungen.
Vier Kernsymptome nannte Andrea Heine: emotionale Erschöpfung, Leistungsunzufriedenheit, Dehumanisierung und Überdruss. „Der Kern des Kerns: Man bekommt die eigenen Emotionen nicht mehr in den Griff“, so die Psychologin. Vorbeugend wirken könne das Prinzip der Achtsamkeit, das seine Wurzeln im Buddhismus habe. Vier Grundlagen erläuterte sie: Achtsamkeit auf den ganzen Körper, Achtsamkeit auf die Gefühle/ Empfindungen, Achtsamkeit auf den Geist und Achtsamkeit auf die Geistesobjekte. Der Effekt sei messbar im Blut und im Gehirn, so Andrea Heine. Darum gelte: „Wer Achtsamkeit präventiv betreibt, ist wacher und aufmerksamer, stärkt sein Immunsystem und kann mit Stress gelassener umgehen.“
Anschließend wurden zwei Workshops der IKK Classic zum Thema Achtsamkeit angeboten. Dort gab es konkrete Tipps und Anleitungen für elf Übungen, mit denen man Achtsamkeit ohne großen Aufwand in den Alltag einbauen könne. Etwa durch einige Minuten des Innehaltens schon beim Aufwachen. Oder das bewusste „Achtsamsein“ drei Mal jeweils eine Minute am Tag.
Neben der Theorie gab es für das Team der Stadt Olsberg aber auch jede Menge Praxis: Die Barmer GEK gab Anregungen für eine aktive Minipause. Zur Körperfettanalyse lud die AOK NordWest ein. Einen zweiminütigen Cardio-Stresstest konnten die städtischen Mitarbeiter bei der TKK Arnsberg absolvieren. Betriebsarzt Dr. Walters war mit einem Sehtestgerät und Blutdruckmessung vor Ort. Das Injoy Olsberg erläuterte das Programm „In-Body-Körperzusammensetzungsanalyse“ sowie Veränderungsmöglichkeiten.
Das AquaOlsberg war ebenso mit einem Infostand vertreten wie der Personalservice der Stadtverwaltung mit Informationen über Arbeitsschutz und betriebliches Gesundheitsmanagement sowie das Firmenfitnessprogramm. Eine Darmkrebsfrüherkennungsaktion für alle Mitarbeiter/innen im Sommer 2019 wird folgen.

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Theorie und Praxis der Achtsamkeit standen im Mittelpunkt des 4. Gesundheitstages der Stadtverwaltung Olsberg.
Foto: Stadt Olsberg

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