Ehrenamtliche der Caritas-Konferenzen helfen auf unterschiedliche Weise

Caritas2 thumbBigge/Olsberg. Armut in Deutschland gibt es – auch in Olsberg. Deshalb unterstützen die Caritas-Konferenzen (CKD) im Pastoralverbund Bigge-Olsberg betroffene Menschen auf unterschiedliche Weise: Sei es durch Einzelfallhilfen oder durch Angebote wie den Olsberger Warenkorb oder den Kleidershop.
Welche sogenannten „stillen Dienste“ die ehrenamtlichen Mitarbeiter sonst noch leisten, ist der breiten Öffentlichkeit jedoch kaum bekannt. Bei einem Treffen der CKD-Ortsgruppen im November zum Thema „Armut“ entstand die Idee, die vorhandenen Hilfen in den Ortsteilen bekannter zu machen. Das Problem ist: Wer kein Geld hat, geht nicht damit hausieren. „Armut ist schambelastet. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Caritas waren früher für einen Bezirk zuständig und bekamen so viel von den Lebenssituationen der Menschen mit. Jetzt ist es schwieriger, weil nicht mehr jeder Bezirk besetzt ist“, erklärt Anne Bartholome, CKD-Regionalvorsitzende im Raum Bigge-Medebach, die zusammen mit Uli Schilling, Koordinator für das Ehrenamt beim Caritasverband Brilon, und der Gemeindereferentin Gabi Hennecke am Mittwoch zum Pressegespräch ins Bigger Pfarrheim eingeladen hatte.
Immerhin engagieren sich zurzeit rund 120 Mitarbeiter in den zehn CKD-Gruppen im Stadtgebiet Olsberg (außer in Antfeld und Elpe). „Die Caritas-Konferenzen sind Zusammenschlüsse ehrenamtlicher Personen, vorwiegend Frauen, die im Auftrag der katholischen Kirchengemeinden caritativ-wohltätige Aufgaben übernehmen“, erklärt Uli Schilling. Hierzu zählen neben der Mitarbeit im Warenkorb oder im Kleidershop, die sehr gut angenommen werden, auch die bereits erwähnten „stillen Dienste’“ wie verschiedene Besuchsdienste, Altenheim-Hilfe, Seniorenarbeit und Unterstützung in Einzelfällen, die schnell und unbürokratisch ohne großes Aufsehen erfolgen. „Menschen die vorübergehend in Not geraten sind, können bei uns Einzelfallhilfen in Anspruch nehmen, zum Beispiel wenn die Waschmaschine kaputt ist, aber kein Geld für eine neue da ist, oder die Nebenkostenabrechnung in einem Monat so hoch ist, dass man sie nicht mehr zahlen kann“, so Anne Bartholome, „Wir unterstützen, wenn es sein muss, wollen dabei aber nicht die Arbeit der Behörden übernehmen.“
Jemanden zum Reden haben
Finanziert wird das Ganze durch die jährlich stattfindenden Haussammlungen. „Die Zahl der Mitarbeiter ist aber gerade in diesem Bereich zurückgegangen, sodass manche Bezirke nicht besetzt sind“, so Uli Schilling.
Aber auch „soziale Armut“ verbreitet sich immer mehr in der Gesellschaft. Oft sind ältere Menschen davon betroffen, die keine Angehörigen oder auch keine weiteren sozialen Kontakte mehr haben. Dank der regelmäßigen Besuchsdienste der CKD-Ortsgruppen haben diese Menschen wieder jemanden zum Reden und Austauschen. Bei den Besuchsdiensten bekommen die Ehrenamtlichen auch viel zurück: „Die Leute freuen sich sehr, wenn wir vorbeikommen. Es ist ein schöner ehrenamtlicher Dienst. Außerdem kann man sich die Zeit selbst flexibel einteilen – ein Vorteil gegenüber der Arbeit im Kleidershop oder Warenkorb“, resümiert Anne Bartholome.
Wer selbst Unterstützung benötigt oder helfen möchte, erhält weitere Infos zu den Aufgaben der Caritas-Konferenzen beim Caritasverband Brilon (Tel. 0 29 61/9 71 90), im Pfarrbüro in Bigge, (Tel. 0 29 62/27 08) oder bei den örtlichen Caritasmitarbeitern.

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Mit ganz viel Herz: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Caritas-Konferenzen im Pastoralverbund Bigge-Olsberg helfen auf unterschiedliche Weise ihren Mitmenschen, wie hier im Olsberger Kleidershop.
Foto: Stefanie Reinelt

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