Rosen-Rosenkranz: 59 Perlen und ein Kreuz

Rosenkr2 thumbAssinghausen. „Ein Rosarium der Gottesmutter Maria“ nannte Pastor Klaus-Peter Goebel den Rosen-Rosenkranz am Küsterland in Assinghausen, der mit einer heiligen Messe am Sonntag, 08.07.2018, feierlich eingeweiht wurde. Die Ursprünge des Rosenkranzes liegen im Dunklen, er stellt das Leben Jesu aus der Sicht Marias dar und ist in dieser begehbaren Form mindestens europaweit einzigartig.
Die 59 Perlen des Rosenkranz werden durch die alte Eiche als Lebensbaum zur Verbindung zwischen Himmel und Erde, den Bachlauf der Schirmecke als Quell des Lebens, der Küsterlandkapelle als Wallfahrtsort für Gebete und Dank an die Gottesmutter, die Kapelle des Blutschwitzenden Heilands als Ausgangspunkt für den historischen Kreuzweg, die Lourdesgrotte im Gedenken an die Marienerscheinung in Lourdes 1858 sowie die 54 Rosen repräsentiert. Dafür wurden zusammen mit der Rosenfachfrau Mechthild Heidrich sieben unterschiedliche Rosenarten ausgewählt, die im Rosendorf bisher nicht vertreten waren.
Beginnend am neuen Kreuz können Besucher jetzt entlang des Fußweges alle „Gesätze“ beten. Als Gesätze bezeichnet man die Abschnitte, bestehend aus einer großen und zehn kleinen Perlen am Rosenkranz.
Die Idee für diesen spirituellen Ort stammt aus dem Jahr 2011 vom Vorstandsmitglied des Rosenvereins, Brunhilde Stratmann. „Unser Schmuckkästchen ‚Küsterland‘ war deutlich in die Jahre gekommen. Die Idee, das Projekt mit dem Geld einer Stiftung umzusetzen, zerplatzte und so führte der Weg über eine Leader-Förderung“, erklärte Ortsvorsteher Ingo Hanfland. Die Initiatoren, der Dorfgemeinschaftsverein „Wir in Assinghausen“, der Rosenverein und die Kirchengemeinde Assinghausen schlossen sich dafür zusammen und schafften in 15 Monaten intensiver Arbeit ein Alleinstellungsmerkmal direkt am Ruhrtalradweg.
Bürgermeister Wolfgang Fischer drückte den ehrenamtlichen Helfern mit Ingo Hanfland an der Spitze seine Wertschätzung aus: „Manche Aufgaben wären ohne ehrenamtliche Helfer nicht mehr zu stemmen.“ Dabei erwähnte Fischer besonders die Pflegevereinbarung die Assinghausen als erster Ort im Stadtgebiet abgeschlossen hat. Ein Dank von Ingo Hanfland ging an alle, die bei der Umsetzung beteiligt waren, darunter auch Leader-Regionalmanagerin Hannah Kath, die den Initiatoren bei der bürokratischen Antragstellung für die Förderung zur Seite stand. „Uns ist jetzt klar, warum andere Dorfgemeinschaften den Anforderungen eines Leader-Projektes nicht gewachsen waren und die Brocken entnervt hingeschmissen haben“, resümierte Hanfland und schaut mit den Worten der Bundeskanzlerin positiv dem formellen Abschluss des Projekts entgegen: „Wir schaffen das!“

Rosenkr2
Ingo Hanfland (Ortsvorsteher), Marloes Birkhölzer (Vorsitzende Rosenverein), Wolfgang Fischer (Bürgermeister), Hannah Kath (Leader Regionalmanagerin) und Franz-Josef Essfeld (Kirchenvorstand, v.l.) stehen vor dem in Europa einmaligen Rosen-Rosenkranz, der mit einer heiligen Messe am Sonntag feierlich eingeweiht wurde.
Foto: Jörg Leske

olsberg-mittendrin e.V.
von Olsberg - für Olsberg
Copyright © olsberg-mittendrin.de

Webteam Impressum Kontakt RSS Feed Facebook Instagram