Müllentsorgung und Kneipp-Erlebnispark waren Thema im Rat Olsberg

Über die Entsorgungs-Umstellung der Verkaufsverpackungen von gelben Säcken auf gelbe Mülltonnen diskutierte der Rat in seiner vergangenen Sitzung am Donnerstag. Die Ratsmitglieder brachten aus ihren Fraktionssitzungen die Tendenz zur gelben Tonne mit, allerdings nicht als unumstößliche Lösung.
Eine Hybridlösung wie in anderen Kommunen schloss der Rat jedoch aus: „Ein Wunschkonzert wie in Brilon wird es nicht geben“, so Rudolf Przygoda (SPD). Burkhard Stehling (CDU) schloss sich an und empfahl, die Stimmung in der Bevölkerung aufzunehmen. Mehr Vorteile sieht auch Peter Bergmann (Grüne) in der Einführung der Tonne, da die Säcke oft auseinanderfallen, nannte aber auch den Nachteil: „Für viele Bürger gibt es ein Platzproblem. Wohin damit?“
Bürgermeister Wolfgang Fischer brachte das bisher außer Acht gelassenen Argument der Personalisierung mit in die Überlegung: „Jede Mülltonne hat eine Nummer, die dem Haushalt zugeordnet ist. Damit können die Bürger bei falscher Nutzung ermahnt werden, was bei den gelben Säcken bisher nicht der Fall war.“ Die endgültige Entscheidung steht aus und fällt in einer der nächsten Ratssitzungen.
Der nächste Planungsschritt für den Kneipp-Erlebnispark verabschiedeten die Ratsmitglieder einstimmig. Wie bereits Ende April in der Bürgerversammlung stellte Dipl.-Ing. Ernst Bauermann dem Rat die Entwurfsplanung für den Kneipp-Erlebnispark vor. „Es geht jetzt in die Feinplanung. Wir haben einige Anregungen aus der Bürgerversammlung mit einfließen lassen“, so Bürgermeister Fischer. So wurde zum Beispiel der Sichtschutz in Richtung Bahnstrecke auf der geplanten Brücke in der Ruhraue von 2,60 Meter auf 1,90 Meter zurück genommen.
Der Rat mahnte auch auf das Budget zu achten. Die Mehrkosten für das gesamte Projekt belaufen sich inzwischen auf 95.000 Euro. Davon gehen rund 40.000 Euro auf das Konto der Pflicht einer europaweiten Ausschreibung sowie 55.000 Euro auf den Brückenneubau in der Ruhraue. Die geschätzten Kosten für die Brücke belaufen sich aktuell auf 350.000 Euro.
Die kalkulierten Kosten für die geplante Brücke in der Ruhraue wird um 55.000 Euro überschritten. Das 28 Meter lange Projekt soll den Kneipprundweg vervollständigen und einen Übergang über die Ruhr von der Dammaufschüttung (links) bis oberhalb der Gedenkstätte (rechts) schaffen. Der Sichtschutz in Richtung Bahn sorgt für Diskussion und wurde deshalb von 2,60 Meter auf 1,90 Meter zurück genommen.

Ruhraue2
Foto: Jörg Leske

olsberg-mittendrin e.V.
von Olsberg - für Olsberg
Copyright © olsberg-mittendrin.de

Webteam Impressum Kontakt RSS Feed Facebook Instagram