Mitbestimmung in Montessori-Tageseinrichtungen

montessori 1Knapp 50 Erzieherinnen und Erzieher diskutierten in Olsberg. Kinder dürfen in der Tageseinrichtung mitbestimmen – aber wie setzt man das im Alltag um?  Damit setzten sich knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Montessori-Kindertageseinrichtungen im Haus des Gastes in Olsberg auseinander.
Die Mitbestimmung des Kindes in Kindertageseinrichtungen ist gesetzlich verankert. Durch die achtungsvolle Pädagogik Maria Montessori wird diese täglich und sehr selbstverständlich praktiziert. Das Kind hat viele Entscheidungs– und Mitbestimmungsmöglichkeiten, durch die es seinen Kita–Tag selbst gestalten kann. Aber wo genau hört Fürsorge auf und beginnt das Loslassen? Wie viele Regeln sind nötig, wie viel Freiheit möglich? Wie setzt man Partizipation bei ganz jungen Kindern um?  Wie muss die Umgebung des Kindes gestaltet sein, damit es sich darin wohl fühlt und freie Entscheidungen treffen kann? Und wie finden unterschiedliche Anschauungen  innerhalb eines Teams zu einem einheitlichen pädagogischen Weg?
Als Referentin stand den Erzieherinnen und Erziehern Maria Kley–Auerswald, stellvertretende  Vorsitzende der deutschen Montessori-Vereinigung zur Seite. Sie stellte klar, dass ihr der Spruch „Hilf mir, es selbst zu tun“ nur gefällt, wenn auch der zweite Teil „aber gib mir auch die Zeit dafür“ zitiert wird. Gerade bei  jungen Kindern dauert es häufig etwa 15 bis 20 Sekunden, bis eine an sie gerichtete Frage wahrgenommen und beantwortet wird. Wie oft nimmt man den Kindern in dieser Zeit ihre Entscheidung/Mitbestimmung ab?
Sehr interessiert und nachdenklich reflektierten die Erzieherinnen und Erzieher des städtischen Montessori-Kindergartens Wiemeringhausen, aus den Kinderhäusern Montekita Bestwig, Villa Kunterbunt Velmede, Arche Heinrichsthal, Villa Rappelkiste Brilon und Arche Rüthen ihre Haltung dem Kind gegenüber. Sie gingen mit der einhelligen Meinung auseinander: Ein demokratisches Miteinander beginnt, sobald das Kind verbal oder nonverbal mit seiner Umgebung kommunizieren kann. Einstimmig wurde auch beschlossen, das Thema  innerhalb der Teams weiter zu gestalten – und zwar gemeinsam mit den Kindern.
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Sehr interessiert diskutierten knapp 50 Erzieherinnen und Erzieher über Mitbestimmung der Kinder im Alltag von Montessori-Einrichtungen.
Foto: Städtischer Montessori-Kindergarten Wiemeringhausen

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