Olsberger Flüchtlingstreff Café Willkommen schließt zum Jahresende 2017

Fluechtltreff2Das Café Willkommen wurde im September 2015 von einer Gruppe von Ehrenamtlichen angesichts der großen Zahl von Flüchtlingen eröffnet. Seitdem hat der Begegnungstreff jeden Montagnachmittag im Bigger Kolpinghaus, insgesamt gut 100 Mal, stattgefunden. Jetzt ging diese Ära zu Ende. Im ersten Jahr besuchten regelmäßig weit mehr als 50 Geflüchtete das Café, im zweiten Jahr weiterhin 20 bis 30 Menschen, auch viele Familien mit Kindern.
Die Besucherzahlen waren in den vergangenen Wochen zurückgegangen, weil inzwischen fast alle Geflüchteten nachmittags durch Arbeit, Sprachkurse, die Kinder durch Ganztagsschule oder Kita eingebunden sind. Weil zurzeit kaum neue Geflüchtete nach Olsberg kommen, hat sich das engagierte Caféteam mit einem lachenden Auge (hier ist Integration an vielen Stellen gelungen) und einem weinenden Auge (es war eine bewegende, schöne gemeinsame Zeit) entschlossen, das Café Willkommen zum Jahresende zu schließen.Zur Abschiedsfest kamen trotz Regenwetter rund 70 Menschen. Beim Anschauen der Bilder von den gemeinsamen Aktionen, die nochmal die zwei Jahre lebendig werden ließen, beim internationalen Buffet, beim Hören des arabischen Gesangs und in den Gesprächen waren sich alle einig: Das Café Willkommen, das 2017 auch von den „Komm an-“Mitteln“ des Landes NRW gefördert wurde, war eine ganz tolle Sache. Es war ein Ort, an dem vielfältige Kontakte entstanden sind, die unser Zusammenleben im Ort und die Integration der Geflüchteten mit vorangetrieben haben. Migranten und Deutsche haben viel voneinander erfahren und gelernt und sind dankbar für diese intensive gemeinsame Zeit.Ehrenamtliche und neue Nachbarn wollen über eine WhatsApp-Gruppe weiter in Kontakt bleiben und planen auch 2018 einzelne gemeinsame Aktionen. Zum Abschied erhielten alle Besucher eine Fotocollage mit den Caféhighlights. Die acht Ehrenamtlichen des Caféteams, die alle von Anfang dabei waren, bekamen neben einem Gruß vom Bürgermeister Wolfgang Fischer als Dank die Kopie eines Bildes einer afghanischen Cafébesucherin und Künstlerin. Das Bild zeigt einen Mann auf der Flucht, sein Koffer ist zerstört. Ohne Hab und Gut kommt er in einem neuen Land an. Das Motiv erzählt viel von dem, was die Mitarbeiterinnen in den Begegnungen erlebt haben und sie bewegt hat.
Foto: Die acht Ehrenamtlichen des Caféteams, die alle von Anfang bis zum Ende dabei waren, bekamen als Dank die Kopie eines Bildes einer afghanischen Cafébesucherin und Künstlerin.

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