Führungswechsel im Landwirtschaftlichen Stadtverband Olsberg

Landwirt2Traditionsgemäß führen die Landwirtschaftlichen Stadtverbände Winterberg und Olsberg ihre Winterversammlung gemeinsam durch. Für den Bereich des Landwirtschaftlichen Stadtverbandes Winterberg wurde die Führungsspitze bestätigt. Einstimmig wurden Franz-Josef Vollmers (Altenfeld) und Bernhard Völlmecke (Züschen) zum Ersten Vorsitzenden beziehungsweise Stellvertreter gewählt.
Im Bereich des Landwirtschaftlichen Stadtverbandes Olsberg ist ein Führungswechsel vollzogen worden. Nach mehr als 18 Jahren in verschiedenen Funktionen ist Ludwig Steinrücken (Bruchhausen) nicht mehr zur Wahl zum Ersten Vorsitzenden angetreten. Gewählt wurde stattdessen zum Ersten Vorsitzenden Meinolf Schulte (Elleringhausen). Zu seinem Stellvertreter wurde Matthias Müller (Olsberg-Gierskopp) gewählt. Zudem wurde Bernhard Stratmann als Delegierter zum Kreisverbandsausschuss gewählt. Mit großem Applaus bedankte sich die Versammlung bei Ludwig Steinrücken für die langjährige Führung des Stadtverbandes Olsberg.Anschließend referierte der Kreisgeschäftsführer Karsten Drews-Kreilman zu der Frage, ob Bäche, welche durch Viehweiden verlaufen, abgezäunt werden müssen. Nach Aussage von Karsten Drews-Kreilman sei das nicht der Fall. Vielmehr sei es sinnvoll, dass Bäche aktiv beweidet werden, damit invasive Pflanzenarten wie beispielweise das japanische Springkraut oder die Herkulesstaude sich gar nicht erst ansiedeln.Auch die Biologische Station Hochsauerland und Soest hätten bescheinigt, dass eine aktive Beweidung von Bächen ökologisch verträglich und sinnvoll sei. In einem weiteren Referat informierte Karsten Drews-Kreilman die Teilnehmer über einen Systembruch in der heimischen Forstwirtschaft: Bekanntlich verlangt das Kartellamt, dass die Holzvermarktung von Privatwaldbesitzern nicht mehr über den Landesbetrieb Wald und Holz erfolgen darf. Karsten Drews-Kreilman berichtete, dass auch der Landesbetrieb zwischenzeitlich durch den Leiter erklärt habe, entsprechende Aktivitäten würden eingestellt. Als viel problematischer wurde bewertet, dass möglicherweise auch die Beförsterung kartellrechtswidrig sein könnte. Zudem kommt jetzt auch noch ein Störfeuer aus Brüssel: So hat die zuständige EU-Kommission angemahnt, die jetzige Art und Weise der Beförsterung mit nicht marktkonformen Preisen sei beihilfewidrig.Vor diesem Hintergrund wird der WLV sich zusammen mit dem Waldbauernverband dafür stark machen, dass auch in Zukunft eine schlagkräftige Holzvermarktung und Beförsterung sichergestellt ist. Auch sollen den Forstbetriebsgemeinschaften Dienstleistungen angeboten werden, damit das Ehrenamt dort entlastet wird.Im Anschluss an die Verbandsversammlung fanden zudem Wahlen der Orststellen der Landwirtschaftskammer und Vorträge zur Düngeverordnung und zu Anforderungen an Siloplatten statt.
Foto: Auf der Winterversammlung wurde gewählt (v.l.n.r.): Klaus Bauerdick (zweiter Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes HSK), Meinolf Schulte, Franz-Josef Steinrücken, Franz-Josef Vollmers und Bernhard Völlmecke.

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