IKEK-Projekte - Olsberg stellt Konzeptentwurf vor

IKEK2Der Konzeptentwurf des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) wurde in den letzten neun Monaten von rund 250 Teilnehmern erarbeitet. Bürgermeister Wolfgang Fischer freute sich besonders über das rege Interesse der Jugendlichen, die bei der Konzeptvorstellung im Haus des Gastes ebenfalls zahlreich anwesend waren.
Jens Steinhoff vom Institut für Regionalmanagement erklärte den mehr als 50 Zuhörern die vier Handlungsfelder des IKEK. Dazu gehören „Siedlung, Bauen, Wohnen“, des Weiteren „Soziale Gemeinschaft“, als dritter Baustein „Wirtschaft, Versorgung, Freizeit und Tourismus“, sowie als letzter Block „Infrastruktur, Verkehr, Mobilität, Umwelt und Energie“. Bei den Dorfwerkstätten in Brunskappel, Wiemeringhausen, Gevelinghausen, Elleringhausen und Olsberg trugen engagierten Bürger ihre Ideen zusammen. Während der Ausarbeitung der Stärken und Schwächen in den Ortsteilen, kam auch die Frage der Finanzierung auf. Bürgermeister Fischer hatte die positive Nachricht, dass bereits 50.000 Euro für vorgeschlagene Projekte im Haushalt 2018 eingestellt sind.Jens Steinhoff fasste den Handlungsbedarf in den verschieden Bereichen zusammen: „Der Wohnungsleerstand nimmt deutlich zu. Der demographische Wandel soll keine Angst machen, aber wir müssen uns damit auseinander setzen und Lösungen anbieten.“ Dazu gehört Hilfe bei der Werterhaltung von Wohngebäuden, Gestaltung eines Lebensumfeldes für die Bürger, welches Wohnen, Arbeiten und Leben zusammen bringt, ein bedarfsgerechtes Angebot an öffentlichem Nahverkehr, Tankstellen für E-Bikes und E-Autos und der Ausbau touristischer Angebote. Hier steht das Thema Kneipp natürlich hoch im Kurs. Insgesamt wurden 22 mögliche Leitprojekte in der Kernstadt und 76 Projekte in den Ortsteilen, sowie 21 weitere Projekte in Olsberg und 134 Projekte in den Dörfern ausgearbeitet.IKEK richtet sich auch an die Jugendlichen, die hier die Zukunft mitgestalten können. Im Gespräch mit Jens Steinhoff trugen Markus Dinkel aus Olsberg, Felix Liesen von Bigge und Fabian Balkenhol aus Elleringhausen, stellvertretend für 40 beteiligte Jugendliche des eigenen Jugendworkshops, einige ihrer Themen vor. In Elleringhausen ist der von der Jugend selbst unterhaltene Jugendraum renovierungsbedürftig. In Olsberg arbeitet man an der Idee einer Jugendkneipe. „Ein vereinsunabhängiger Raum könnte mit IKEK-Mitteln für die alle Jugendlichen hergerichtet werden, ohne dass die Besucher im Hinterkopf haben ‚Da gehöre ich nicht hin‘“, erklärte Markus Dinkel.Der Konzeptentwurf ist auf der Homepage der Stadt Olsberg (www.olsberg.de) einsehbar. Nach der Abstimmung des Maßnahmenkataloges, der Vorstellung und Beratung in den politischen Gremien erfolgt dann die Prüfung und Anerkennung durch die Fachbehörde der Bezirksregierung. Wichtig war Wolfgang Fischer festzuhalten: „Die Steuerungsgruppe der Stadt hat alle Projekte aufgenommen und lediglich die Richtigkeit geprüft.“ Weiter regte Fischer die Jugend an, den Nachtbus einzufordern, da dieser auch zur Mobilität gehöre.
Die Jugendlichen (v.l.) Markus Dinkel (Olsberg), Felix Liesen (Bigge) und Fabian Balkenhol (Elleringhausen) trugen im Gespräch mit Jens Steinhoff vom Institut für Regionalmanagement ihre Themen für das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) vor.
Foto: Jörg Leske

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