Zukunfts-Investition in den „Standortfaktor Bildung“

Umgestaltung Hauptschule 

Bildung ist ein Standortfaktor – und damit der auch in Zukunft in Olsberg „stimmt“, investiert die Stadt in ihre Schulen.

Die Umgestaltung des Küchentraktes in der Hauptschule wird dabei in Kürze völlig neue Möglichkeiten für Ganztags-Angebote schaffen.

Aus zwei mach eins – diese Devise gilt zurzeit für die ehemals beiden Lehrküchen der Hauptschule. Sie stammten noch aus der Bauzeit der Schule Mitte der 70-er Jahre „und waren einfach nicht mehr Stand der Technik“, erläutert Projektsteuerer Richard Köhler vom Kommunalbetrieb Olsberg.

Statt zweier alter soll nun eine moderne Lehrküche entstehen – und gleichzeitig ein Speiseraum neue Möglichkeiten für die Übermittagsbetreuung schaffen, so das Konzept der Stadtverwaltung. Denn seit den Sommerferien bietet die Olsberger Hauptschule im Rahmen des Landesprojektes „13+“ eine Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr an. Das Mittagessen in der Pause nach der 6. Stunde nahmen die Kinder und Jugendlichen bislang im AquaOlsberg ein.

Ab den Sommerferien haben sie einen Speiseraum direkt an ihrer Schule. Der bietet mit rund 250 Quadratmetern – dazu kommen 25 Quadratmeter für die Ausgabeküche – Platz für etwa 100 bis 120 Schülerinnen und Schüler.

Gilbert Luig, Rektor der Hauptschule, ist vom Konzept der Nachmittagsbetreuung überzeugt. Nach einigen Problemen, die in der Startphase gelöst werden mussten, zeige die pädagogische Arbeit Wirkung: „Denen, die da sind, tut es gut.“ Das gelte sowohl für den schulischen Bereich wie auch für das Sozialverhalten, so Gilbert Luig: „Jetzt zeigen sich die ersten Erfolge.“

Die Mahlzeit trage ihren Teil dazu bei. Gemeinsames Essen sei in vielen Familien nicht mehr selbstverständlich: „Wenn man etwas gemeinsam tut, profitieren die Jugendlichen davon.“ Schon in den Sommerferien soll der „neue“ Küchentrakt fertig sein. Im Januar machte ein Team des Bau- und Betriebshofes mit einem Minibagger dem alten Estrich den „Garaus“. Danach verlegten Fachfirmen neue Grundleitungen und Bodenkanäle. Ende März wurde der neue Gussasphaltestrich eingebaut – „innerhalb von wenigen Tagen war die ganze Fläche fertig“, freut sich Richard Köhler. Nun sind Trockenbau, Heizung, Lüftung und Sanitärbereich an der Reihe. „Es sieht so aus, dass wir den Zeitplan komplett einhalten werden“, freut sich der Bauleiter, Architekt Ansgar Bültmann aus Heringhausen.

Rund 687.000 Euro investiert die Stadt Olsberg insgesamt in die Umbaumaßnahme. Künftig kommen Haupt- und Realschule mit nur einer gemeinsamen – dann modernen – Lehrküche aus – Richard Köhler: „Besser eine Küche, die immer in Betrieb ist, als zwei, die die meiste Zeit nicht genutzt werden.“

Auch für die Nachmittagsbetreuung erwartet Gilbert Luig dann steigende Anmeldezahlen. Derzeit nutzen rund 20 Schülerinnen und Schüler dieses Angebot. „Aber der Bedarf wächst – pädagogisch und familiär“, ist Luig überzeugt.

 

Noch als Baustelle 

Das Foto zeigt Richard Köhler, Hauptschul-Rektor Gilbert Luig und Architekt Ansgar Bültmann im „künftigen“ Speiseraum. Bildnachweis: Stadt Olsberg


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