Mut zum Leben

Hesse2Mut zum Leben, das macht eine Olsberger Bürgerin mit ihrem ersten Buch mit dem Titel „55 Plus 1“. Auf 79 Seiten erzählt Christina Maria Hesse, die am 15. März 1961 in Telgte geboren wurde, ihre bewegende Lebensgeschichte. Eine Geschichte über ihre lieblose Kindheit in einem reichen Elternhaus indem es eigentlich an nichts mangelte, außer an Ermutigung, Zuspruch, Fürsorge und besonders der Liebe der eigenen Eltern.
Meine Kindheit war die reinste Qual, denn meine Mutter war eiskalt. Sie hat mich nie in ihrem Leben in den Arm genommen. Wir hatten genügend Angestellte, die für uns Essen kochten, putzten, aufräumten und dazu noch alles haarklein kontrollierten. Meiner Mutter war es wichtiger Shoppen zu gehen und die neuesten Designersachen zu tragen als sich um mich zu kümmern. Das schlimmste war aber, dass sie mich im Alter von 19 Jahren buchstäblich an einen Metzgermeister in Süddeutschland verschacherte. Ich wurde zwangsverheiratet und bekam von einem Mann den ich verabscheute meine Kinder“, berichtete Autorin Christina Maria Hesse über ihre lieblose Kindheit und Jugend.Eine Ehe, die für die junge Mutter die Hölle auf Erden bedeutete. Kurzerhand nahm sie 1983 daher  die Kinder bei Nacht und Nebel an Hand und flüchtete zurück in ihre Heimatstadt Telgte. Dort lernte sie fünf Jahre später ihren zweiten Ehemann kennen.„Die Sehnsucht nach einer intakten Familie, nach der heilen Welt war immer geblieben. Ich hoffte von meinem zweiten Mann genau die Liebe zu bekommen, die ich meinem Leben nie erfahren hatte. Wir heirateten und lebten als Patchwork-Familie zusammen. Doch die Ehe war ein Trugschluss. Mein damaliger Mann entwickelte sich zum Tyrann und Despoten. Narzistisch drängte er mich buchstäblich in eine totale Abhängigkeit hinein“, so die Autorin.Eine Abhängigkeit, die Christina Maria Hesse dazu veranlasste 178 Schlaf- und Schmerztabletten zu sammeln und einen Selbstmordversuch zu begehen. Doch obwohl gerettet, wurde ihr Leben nicht besser. Ihr damaliger Mann wurde schwer krank, so dass sie bis zu seinem Tod 2008 bei ihm ausharrte. „Auch nach seinem Tod hatte er noch Macht über mich. Ich war ihm richtig hörig und verbrachte entweder meine Zeit bei ihm auf dem Friedhof oder auf der Arbeit. In der Zeit konnte ich weder essen noch schlafen. 110 Kilogramm hatte ich in kurzer Zeit abgenommen. Das ging so bis zu meinem totalen Zusammenbruch“, erinnert sich die dreifache Mutter noch heute an die Tortur von damals. Eine Tortur, die keine Ende zu nehmen schien. 13 Monate Krankenhausaufenthalt in denen sich die 56-jährige zigfachen Therapien unterziehen musste. Danach ging es langsam aufwärts im Leben von Christina Maria Hesse. Doch der nächste Tiefschlag folgte bereits 2010. Ein bösartiger Tumor in der rechten Schulter, der operativ entfernt wurde. Der zweite Tumor im Bauch folgte 2012. Ein 1700 Gramm schwerer Tumor wurde entfernt, das Leben stand auf Messers schneide. Drei Wochen Intensivstation, danach der Umzug nach Olsberg zu ihrer Tochter, die bereits mit 15 Jahren ihr Elternhaus verlassen hatte, um lieber in einer Wohngruppe zu leben als sich der psychischen Gewalt ihres Stiefvaters zu unterwerfen. „Im Sommer 2014 kam dann der dritte Tumor in meiner rechten Hüfte. Er wurde operativ entfernt und mir wurde eine neue Keramikkugel eingesetzt. In dieser schweren Zeit lernte ich meinen jetzigen Mann Uwe Hesse kennen und lieben. Er hat mir Kraft gegeben das alles zu überstehen und nicht aufzugeben, denn auch der Tumor in meinem rechten Oberarm ist wiedergekommen. Doch trotz allem hat mich der Lebensmut nicht verlassen. Mit meinem Buch möchte ich den Menschen helfen stark zu sein und niemals aufzugeben“, so die Olsberger Autorin Christina Maria Hesse.Das Buch „55 Plus 1“, veröffentlich vom August von Goethe Literaturverlag aus Frankfurt, ist ab zehntem Dezember für 10,80 Euro in allen Buchhandlungen erhältlich oder unter der ISBN-Nr. 978-3-8372-2095-7 zu bestellen. Ab Januar 2018 startet Christina Maria Hesse ihre Lesereihe in Buchhandlungen, Altersheimen und caritativen Einrichtungen im gesamten Sauerland. 

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