Mit Martin Luther und 55 Kindern auf Entdeckertour

martin luther 500 jahreKinderbibeltage in Olsberg, das bedeutet wie jedes Jahr, strahlende, begeisterte Kinderaugen und motivierte Mitarbeiter, die ihre ganze Kreativität, ihre Energie, ihr schauspielerisches Talent und pädagogisches Können einbringen. Inhaltlich ging es in diesem Jahr, wie sollte es anders sein, um das Leben des Reformators Martin Luther. In Anspielen in der Kirche, die mittelalterlich dekoriert war, bekamen die Kinder einen Einblick in die verschiedenen Stationen von Luthers Leben.
Am 1. Tag  erlebten die Kids begleitet vom Mädchen Isa und einer Moderatorin einen ängstlichen Jungen, der sich fürchtete vor den Strafen der strengen Eltern, vor Gott und den Naturgewalten. Sie konnten aber auch die Entwicklung Luthers zum Mönch, den seine Sünden quälten, verfolgen. In der Gruppenarbeit wurde je nach Alter der Kinder ganz unterschiedlich dazu gearbeitet. Während die kleinen Kinder über die so ganz anderen Lebensbedingungen im Mittelalter nachdachten und sich selbst mittelalterlich verkleideten, setzten sich die mittleren und älteren Kinder intensiv mit dem Thema Angst auseinander.
Am 2. Tag standen Luthers befreienden Gedanken im Mittelpunkt sowie seine Standhaftigkeit beim Reichstag zu Worms, an dem er trotz dringender Aufforderung durch Kaiser Karl V seine Lehren und Schriften nicht widerrief. Spielerisch erfuhren die Kinder an diesem Tag noch ganz häufig, was es bedeutet, auch gegen Widerstand für die eigene Überzeugung einzustehen.
Am 3. Tag begegnete Luther den Kindern als Junker Jörg auf der Wartburg, wo er hochkonzentriert und eifrig an der Übersetzung der Bibel ins Deutsche arbeitete. Im Gespräch mit Ritter Roland machte er deutlich, wie kostbar die Bibel für unser Leben ist. Bei der anschließenden Rallye begaben sich die Kinder in Kleingruppen nochmal auf eine sehr vielseitige Entdeckertour. Auf Knien mussten sie die Bußtreppe hochgehen, oben ihre Sünden aufschreiben, die dann verbrannt wurden, auf der Empore der Kirche mit Instrumenten ein lautstarkes  Gewitter produzieren, Strohsackkämpfe und andere mittelalterliche Spiele bestehen, Buchstaben mit dem Körper legen, Luther quer durch die Kirche bei der Flucht helfen sowie ein riesiges Kirchenfenstertransparent mitgestalten.
Bei jeder der acht  Stationen sammelten die Kinder Buchstaben. Der Lösungssatz „Die Bibel ist ein Schatz“ war schnell gefunden. Beim Abschlussgottesdienst in der voll besetzten Kirche wurde nochmal Vieles von dem lebendig, was die Teilnehmer erlebt haben. Nicht nur als die Kinder das Kibitalied „Martin hat für uns entdeckt, dass der Glaube uns frei macht“ schmetterten, war ihre Begeisterung greifbar. Auch die aussagekräftigen Fotos die beim anschließenden Beisammensein im Gemeindehaus gezeigt wurden (siehe auch www.Olsberg–mittendrin), gaben einen wunderschönen Einblick in diese runde und gelungene Entdeckertour.
kinderbibeltage 2017






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Fotos: Andreas Weller

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